Chania
Erst durch dieVenezianer entstand Chanias Bedeutung für die Insel. Sie begannen 1253 mit dem Bau des Hafens und der Stadt. Um 1300 errichteten sie eine Stadtmauer, die im 16.Jahrhundert noch einmal verstärkt wurde. Bis 1898 hielten die Türken über zweieinhalb Jahrhunderte Chania besetzt. Nach dem Abzug der türkischen Besatzer war Chania bis 1912 politisches Zentrum und Hauptstadt Kretas.
Chania ist heute mit 65.000 Einwohnern Kretas zweitgrößte Stadt. Das Hafenviertel mit seinen Gebäuden im venezianischen Baustil lädt besonders am Abend zu einem Spaziergang ein. Die engen Gassen der Altstadt und ihre guten Cafes, Restaurants und Geschäfte ziehen Besucher und Einheimische gleichermaßen an. Ein Bummel durch die Markthallen mit ihren bunten Auslagen und südländischen Düften nach Früchten, Gewürzen und Blüten ist ein besonderes Erlebnis. Die Kathedrale ist Chanias größtes Gotteshaus. In der venezianischen Kirche Agios Frangiskos zeigt heute das archäologische Museum wertvolle Exponate. Der alte Stadtkern ist von Vororten mit gepflegten Gärten umgeben. Im Stadtteil Chalepa erinnern gut erhaltene Herrschaftshäuser aus dem neunzehnten Jahrhundert an die Zeit, als Chania die Hauptstadt der Insel war.
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